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Format 50 cm breit, 41 cm hoch Blattanzahl 12 Monatsblätter und Titelblatt Bonus plus 4 zusätzlichen Blättern mit Geschichten und weiteren Bildern Farbe schwarz-weiss Kalendarium für 2019 in deutscher Sprache mit bundes- deutschen und hessischen Feiertagen Verarbeitung 200g-Papier, matt gestrichen Wire-O-Bindung in schwarz mit festem, weissem Rückwand-Karton einzeln verpackt Preis 26,00 € inkl. MwSt Ein Teil des Verkaufserlöses geht an das Stadtarchiv Wiesbaden. Verkaufsstellen bei den “6-Richtigen”, dem Zusammen- schluss  inhabergeführter Buchhandlungen in Wiesbaden. Sowie in der Goldgasse und in Bierstadt und Niedernhausen.
Wiesbaden Stadt.Geschichte.Leben. Jeder Monat ein Bild. Jedes Bild eine Geschichte.
Die Kuckucksuhr: Es war ein Coup. Es bleibt eine Attrappe. Wie    alt    schätzen    Sie    die    Existenz    der    “größten    Kuckucksuhr    der    Welt”    in Wiesbaden?   Erstaunlicherweise   wurde   sie   erst   1946   von   dem   Souvenirverkäufer Emil   Kronenberger   an   der   Burgstraße   aufgestellt.   Dort   befanden   sich   bis   in   die 1950er      Jahre      hinein      provisorische      Verkaufs-Bretterbuden,      Marktständen vergleichbar.    Kuckucksuhren    waren    als    Souvenir    begehrt,    Herr    Kronenberger verkaufte   u.a.   auch   Uhren.   Um   auf   sich   aufmerksam   zu   machen,   schmückte   er also   die   vorhandene   Bretterbude   mit   Geweih,   Applikationen   und   Zifferblatt.   Fertig war   die   Schaufenster-Dekoration.   Anfang   der   1950iger   Jahre   erhielt   die   Kuckucks- uhr   den   Bezeichnungsschutz   "Die   größte   Kuckucksuhr   der   Welt".   Der   Schutz   mag bestehen,   ist   aber   in   der   Realität   nicht   (mehr)   zu   halten   -      zudem   sie   nie   ein Uhrwerk besaß. Aussage und Standort mögen weiterhin schlüssig erscheinen.
Dezember    Die Brunnen vor dem Kurhaus. Immer im Bild - nie erwähnt. Erbaut   wurden   die   beiden   Kaskaden-Brunnen   1856   von   einem   Sohn   der   Stadt. Theodor     Goetz     (1806-1885)     studierte     Architektur     in     München     und     wurde Oberbaurat   in   Wiesbaden.   Von   ihm   stammen   auch   das   “Paulinenschlößchen”   und die    “Englische    Kirche”.    Die    Brunnen    waren    nahezu    ein    “Abfallprodukt”    des sogenannten     “Fontänen-Projekts”.     Christian     Zais,     der     Erbauer     des     “Alten Kurhauses”,   wollte   zu   dem   Kurhaus   (wir   denken   Rückseite)   eine   Fontäne   errichten. Die     Abfolge     verschiedenster     Umstände     wie     Feldzüge     gegen     Napoleon, optimistische   Berechnungen   des   Wasserdrucks,   der   Tod   Zais,   die   (Neu)-Gestaltung des    Kurhaus-Weihers    ließen    die    Errichtung    der    Fontäne    bis    1855    währen.    Das
Kommen Sie gut ins Neue Jahr!
Gegenüber,   auf   dem   Monatstitel   und   rechts   (im   Text)   zu   sehen,   dieser   disparat   anmutende   Flecken   Wiesbadener   Erde,   ist das   Gelände   des   ehemaligen   Hotels   “Vier   Jahreszeiten”.   Eines   der   Ersten   Häuser   am   Platze   und   im   Krieg   völlig   zerstört.   Auf dem   Bild   rechts   sehen   Sie   die   Straße   “An   den   Quellen”,   rechts   geht   es   zur   Webergasse.   In   den   Neubau   von   1959,   den   wir heute kennen, zog im selben Jahr die Buchhandlung Vaternahm mit Claus und Erika Vaternahm ein. Die Zeltstadt auf dem Monatstitel ist übrigens (nur) eine Ausstellung  für Camping! Das Wirtschaftswunder hatte begonnen.
Oktober - Wiedereröffung der Spielbank. Glücks-Spiel!    Kaum   zu   glauben,   oder?   Nicht   die   Weltkriege   ließen   den   Spielbetrieb   so   lange   pausieren,   nein   es   war   die   preußische Regierung.   Nach   Annexion   des   Herzogtums   Hessen-Nassau   durch   Preußen   1866   und   mit   Inkrafttreten   eines   Gesetzes   des Norddeutschen   Bundes   zur   Schließung   der   Spielbetriebe   im   selben   Jahr,   gewährte   man   Wiesbaden   eine   Übergangsfrist   bis 1872.   Dann   war   Schluss   mit   dem   Spielbetrieb   -   und   Wiesbaden   hatte   eine   Attraktion   und   eine   Einnahmequelle   weniger. Denn   an   die   Einnahmen   hatte   man   sich   gerne   gewöhnt   und   für   eine   Weltkurstadt   gehörte   ein   Casino   ja   ohnehin   einfach dazu.   In   diesem   Zusammenhang   ist   vielleicht   der   Umstand   von   Bedeutung,   dass   Otto   von   Bismarck   1834   als   Referendar   ein kleines   Vermögen   in   Wiesbaden   verspielt   hat.   Der   Vollständigkeit   halber:   Die   Nazi-Herrschaft   erlaubte   1933   das   Glücksspiel wieder, doch Wiesbaden erhielt keine Konzession. In   dieser   Einführung   stecken   bereits   alle   Aspekte,   Sehnsüchte   und   Begehrlichkeiten,   die   sich   um   das   Glücks-Spiel   ranken. Ohne   Glücks-Spiel   wären   Kunst,   Literatur,   Malerei   und   Film   um   ein   wichtiges,   da   menschliches   Thema,   ärmer   -   und   das Gemeinwesen   auch.   Der   Mensch   jedoch   ist   um   eine   Anfechtung   reicher.   Mit   einem   Wort:   Faszination!   Folgen   Sie   den Exkursen in unseren Alltag, Kunst und Wissenschaft. Es    begann    in    Wiesbaden    am    31.01.1771:    Joseph    Negrell    erhielt    die    Konzession    für    das    Hasardspiel.    “Hazard”,    ein altenglisches   Würfelspiel,   war   zunächst   das   angesagte   Würfel-Glücksspiel   des   17.   und   18.   Jahrhunderts.   Der   Name   “Hazard” stammt   von   dem   arabischen   “yasara”   für   würfeln   und   bedeutet   Risiko,   Wagnis   oder   Zufall,   das   französische   “Hasard” terminiert   ohne   Umschweife   “Zufall”   als   Bedeutung.   Denn   ein   (reines)   Glücks-Spiel   ist   per   Definition   ein   Spiel,   auf   dessen Ausgang   der   Spieler   keinerlei   Einfluss   hat.   Damit   sind   wir   bei   dem   ersten   Wort,   das   im   allgemeinen   Sprachgebrauch   zu finden   ist:   ein   Hasardeur.   Es   bezeichnet   einen   Menschen,   der   abenteuerlustig   ist,   ja   das   Glück   herausfordert.   Der   Versuch, den   Zufall   zu   überlisten,   rief   die   Wahrscheinlichkeitsberechnung   auf   den   Plan.   Ein   früher   Vertreter   war   Galileo   Galilei,   als Geburtsstunde   können   im   17.   Jhd.   die   Arbeiten   von   Blaise   Pascal   oder   Pierre   de   Fermat   gesehen   werden.   Die   Pacht   von 1771 i.H.v. 200 fl. (Florint/Gulden) wurden für das Waisenhaus, Hospital und die Gerichtskasse verwendet. Es   gab   keinen   festen   Ort   für   das   Spiel,   der   Pächter   Negrell   zog   mit   seinem   mobilen   Spieltisch   in   den   vornehmen   Hotels   und Cafés   umher.   Später   kamen   das   u.a.   das   Pharaospiel,   ein   Karten-Glücksspiel,   hinzu.   Pharao/Phara/Pharaon   war   im   Europa des   17.   und   18.   Jhd.   das   beliebteste   und   verbreiteteste   Karten-Glücksspiel.   Wir   nehmen   es   zum   Anlass,   jetzt   in   Literatur, Musiktheater   und   Film   einzusteigen:   Das   Spiel   findet   sich   in   Werken   u.a.   von   Casanova   und   ET.A.   Hofmann   sowie   Opern   wie Pique   Dame,   Hoffmann´s   Erzählungen   und   Manon.   Emigranten   brachten   das   Spiel   nach   Amerika,   wo   es   unter   dem   Namen “Faro”   besonders   im   Wilden   Westen   Menschen   fesselte.   Das   zeigt   sich   in   Puccinis   Oper   “La   Fanciulla   del   West”   und   - aktueller   -   in   Stanley   Kubricks   Film   “Barry   Lyndon”.   Auch,   wenn   Pharao   kaum   noch   gespielt   wird,   sind   uns   einige   Ansagen aus   dem   Spielverlauf   heute   als   Redewendungen   vertraut:   “Paroli   bieten”   oder   “va   banque   spielen”.   1782   kam   das   Roulette Spiel   nach   Wiesbaden,   dazu   “Trente   et   quarante”,   ein   Karten-Glücksspiel,   welches   1867   in   Dostojewski´s   Roman   “Der Spieler”   Erwähnung   findet.   Diese   Geschichte   muss   einem   Wiesbadener   kaum   gesagt   werden   -   machen   wir   es   also   kurz: Fjodor   Dostojewski   weilte   in   Wiesbaden,   verspielte   seinen   Vorschuss,   musste   rasch   liefern,   schrieb   in   24   Tagen   den   Roman “Der   Spieler”,   verliebte   sich   in   die   Stenografin,   große   Liebe   mit   Heirat.   Wiesbaden   kann   fast   sicher   sein,   mit   der   fiktive   Stadt “Roulettenburg”    gemeint    zu    sein.    Immerhin    konnte    Dostojewski    seiner    Spielsucht    zehn    Jahre    später    in    Wiesbaden überwinden. Gibt   es   einen   James-Bond-Film   ohne   eine   Roulette-Szene?   Fallen   Ihnen   nicht   auch   aus   dem   Stand   fünf   Filme   oder   Romane ein,   in   denen   es   um   Glücks-Spiel,   sei   es   Roulette   oder   Karten,   geht?   Glücksspiel-Schulden   konnten/können   nicht   gerichtlich eingeklagt    werden,    daher    der    Begriff    “Spielschulden    sind    Ehrenschulden”.    So    ließ    sich    leicht    eine    Wendung    in    der Dramaturgie   durch   Duell,   Freitod   oder   Auswanderung   etc.   herbeiführen:   Große   Lieben   blieben   unerfüllt,   Ehen   bestanden fort, Karrieren endeten oder begannen... Mit   dem   Bau   des   “Alten   Kurhauses”   1810   konnte   das   Glücks-Spiel   ein   stationäres   und   der   Bedeutung   für   Mensch   und   Welt- Kurstadt   angemessenes   Ambiente   finden.   Zugleich   wollte   man   mit   Monopol   und   Kontrolle   der   Spielsucht   begegnen,   eine Gefahr,   die   man   durchaus   früh   gesehen   hat;   aber   natürlich   ebenso   umfassend   Überblick   und   Zugriff   auf   die   Einnahmen erlangen.   Es   folgten   gute   Jahre   -   insbesondere   zum   Wohle   der   Stadt.   Brachte   die   Pacht   doch   anfangs   schon   11.000   fl./Jahr ein,   betrug   bis   1865   der   Reingewinn   im   Durchschnitt   565.126   fl.   im   Jahr.   2016   lag   der   Bruttospielbetrag   bei   31   Millionen Euro/Jahr   und   damit   an   vierter   Stelle   der   bundesdeutschen   Spielbanken,   80%   davon   gehen   an   Stadt   und   Land.   Am 29.10.1948   wurde   die   Spielbank   im   Foyer   des   Staatstheaters   wieder-eröffnet,   1955   übersiedelte   sie   ins   Kurhaus,   zunächst   in den   Christian-Zais-Saal,   1984   in   den   ehemaligen   Weinsaal.   Es   war   kein   Wieder-Einzug:   Denn   der   Spielbetrieb   wurde   1872   im Alten   Kurhaus   beendet.   Gleichwohl   gilt   ihr   Ruf,   reicht   ihre   Geschichte   -   begründet   auf   die   Spanne   von   101   Jahren,   nämlich von 1771 bis 1872. In der Zeit  nach ihrer Wiedereröffnung - und nach 78 Jahren Pause! - gelang es der Spielbank Wiesbaden ihren Ruf zurückzuerobern und auszubauen. Nicht zuletzt wegen der unvergleichlichen Atmosphäre des Hauses sowie des Genius loci.
Wasser   kam   aus   einem   Reservoir   auf   der   Schönen   Aussicht,   welches   zur   Wasserversorgung   des   Paulinenschlößchens   (s.o.!) angelegt   worden   war   -   und   reichte   für   das   Betreiben   der   beiden   wunderschönen   dreischaligen   Kaskaden-Brunnen,   sodaß deren Installation 1856 erfolgen konnte. Außerdem   ging   es   darum,   diesen   so   prominenten   Platz   optisch   und   à   la   mode   zu   etwas   mehr   Üppigkeit   zu   verhelfen.   Der schlichte,   doch   großzügig   wirkende,   Rasen   verschwand,   opulente   Blumenrabatte   und   kleine   Wege   wurden   um   die   beiden Brunnen   angelegt.   Die   aktuelle   Begrünung   entspricht   wieder   mehr   dem   alten   Vorbild.   Und   es   steht   zu   vermuten,   dass   unsere beiden   Kaskaden-Brunnen   der   Patin   Fontäne   in   Sachen   Fotomotiv   und   Wiedererkennungswert   längst   den   Rang   abgelaufen haben.
Der    Kalender    erzählt    in    außergewöhnlichen    schwarz-weiss Fotografien    Geschichten    aus    Wiesbaden    der    letzten    120 Jahre.   Zugleich   zeigt   seine   Bilder-Auswahl   Vergangenes   und Verlorenes   aus   dem   Stadtbild   Wiesbadens.   Zu   jedem   Monat, zu   jeder   Fotografie   finden   Sie   eine   Geschichte   und   meist zusätzliche,   ergänzende   Fotos.   Dabei   möchte   der   Kalender unterhalten, nicht belehren, gar wissenschaftlich wirken. 2019   greift   der   Kalender   aus   gegebenem   Anlaß   das   Kureck auf   und   zeigt   es   im   Bild   der   letzten   109   Jahre.   Ein   weiteres Thema   ist   die   Spielbank,   die   nach   78   Jahren   am   29.10.1948 wiedereröffnet       wurde.       Zehn       weitere       Motive       und Geschichten kommen hinzu. Lassen   Sie   sich   von   diesem   Kalender   durch   das   Jahr   2019 begleiten    und    entdecken    Sie    Ihre    Stadt    neu.    Auch    als Geschenk   für   Weggezogene,   Zugezogene   oder   Wiesbaden verbundene    Freunde    in    der    Ferne    ist    der    Kalender    eine schöne Sache.
Theodor-Fontane-Kalender-2019-Pietsch Wiesbaden-Kalender 2019 Kalender-2019-Wiesbaden Kalender-Bierstadt-2019
März
Alle Bilder: Stadtarchiv Wiesbaden. Dankeschön!
Wiesbaden-Kalender-2019-Bowling Green Wiesbaden-Kalender 2019-Kureck Wiesbaden-Kalender 2019-Kirchgasse Wiesbaden-Kalender-2019-Kleinfeldchen Wiesbaden-Kalender-2019-historisch Kalender-Wiesbaden 2019-historisch Wiesbaden-Kalender 2019-Spielbank Wiesbaden-Kalender 2019 Wiesbaden-Kalender 2019-historisch Wiesbaden-historisch-Kalender 2019 Wiesbaden-historisch-Kalender-2019 Wiesbaden-historisch-Kalender 2019 Wiesbaden-Platz der Deutschen Einheit Kalender-Wiesbaden-2019-Faulbrunnen 2019-Wiesbaden-historisch-Kalender Wiesbaden-historisch-Kalender 2019 Wiesbaden-Kalender 2019-Kuckucksuhr
Wiesbaden-Kalender 2019 Stadt.Geschichte.Leben. Jeder Monat ein Bild. Jedes Bild eine Geschichte.
Übersicht Stadt.Geschichte.Leben.
Kommen Sie gut ins Neue Jahr!
Fontane-Kalender-2019-Pietsch
Der      Kalender      erzählt      in      außergewöhnlichen schwarz-weiss       Fotografien       Geschichten       aus Wiesbaden    der    letzten    120    Jahre.    Zugleich    zeigt seine   Bilder-Auswahl   Vergangenes   und   Verlorenes aus   dem   Stadtbild   Wiesbadens.   Zu   jedem   Monat, zu   jeder   Fotografie   finden   Sie   eine   Geschichte   und meist      zusätzliche,      ergänzende      Fotos.      Dabei möchte   der   Kalender   unterhalten,   nicht   belehren, gar wissenschaftlich wirken. 2019    greift    der    Kalender    aus    gegebenem    Anlaß das   Kureck   auf   und   zeigt   es   im   Bild   der   letzten   109 Jahre.    Ein    weiteres    Thema    ist    die    Spielbank,    die nach    78    Jahren    am    29.10.1948    wiedereröffnet wurde.    Zehn    weitere    Motive    und    Geschichten kommen hinzu. Lassen    Sie    sich    von    diesem    Kalender    durch    das Jahr   2019   begleiten   und   entdecken   Sie   Ihre   Stadt neu.   Auch   als   Geschenk   für   Weggezogene,   Zuge- zogene   oder   Wiesbaden   verbundene   Freunde   in der Ferne ist der Kalender eine schöne Sache.
Format 50 cm breit, 41 cm hoch Blattanzahl 12 Monatsblätter und Titelblatt Bonus plus 4 zusätzlichen Blättern mit Geschichten und weiteren Bildern Farbe schwarz-weiss Kalendarium für 2019 in deutscher Sprache mit bundesdeutschen und hessischen Feiertagen Verarbeitung 200g-Papier, matt gestrichen Wire-O-Bindung in schwarz mit festem, weissem Rückwand- Karton, einzeln verpackt Preis 26,00 € inkl. MwSt Ein Teil des Verkaufserlöses geht an das Stadtarchiv Wiesbaden. Verkaufsstellen bei den “6-Richtigen”, dem Zusammenschluss  inhabergeführter Buchhand- lungen in Wiesbaden. Sowie in der Goldgasse, in Bierstadt und Niedernhausen.
März Die Kuckucksuhr: Es war ein Coup. Es bleibt eine Attrappe. Wie   alt   schätzen   Sie   die   Existenz   der   “größten   Kuckucksuhr   der Welt”   in   Wiesbaden?   Erstaunlicherweise   wurde   sie   erst   1946 von     dem     Souvenirverkäufer     Emil     Kronenberger     an     der Burgstraße   aufgestellt.   Dort   befanden   sich   bis   in   die   1950er Jahre          hinein          provisorische          Verkaufs-Bretterbuden, Marktständen      vergleichbar.      Kuckucksuhren      waren      als Souvenir    begehrt,    Herr    Kronenberger    verkaufte    u.a.    auch Uhren.   Um   auf   sich   aufmerksam   zu   machen,   schmückte   er also   die   vorhandene   Bretterbude   mit   Geweih,   Applikationen und     Zifferblatt.     Fertig     war     die     Schaufenster-Dekoration. Anfang    der    1950iger    Jahre    erhielt    die    Kuckucks-uhr    den Bezeichnungsschutz    "Die    größte    Kuckucksuhr    der    Welt".    Der Schutz   mag   bestehen,   ist   aber   in   der   Realität   nicht   (mehr)   zu halten    -        zudem    sie    nie    ein    Uhrwerk    besaß.    Aussage    und Standort mögen weiterhin schlüssig erscheinen. Gegenüber,   auf   dem   Monatstitel   und   rechts   zu   sehen,   dieser disparat     anmutende     Flecken     Wiesbadener     Erde,     ist     das Gelände   des   ehemaligen   Hotels   “Vier   Jahreszeiten”.   Eines   der Ersten   Häuser   am   Platze   und   im   Krieg   völlig   zerstört.   Auf   dem Bild   rechts   sehen   Sie   die   Straße   “An   den   Quellen”,   rechts   geht es   zur   Webergasse.   In   den   Neubau   von   1959,   den   wir   heute kennen,   zog   im   selben   Jahr   die   Buchhandlung   Vaternahm   mit Claus und Erika Vaternahm ein. Die    Zeltstadt    auf    dem    Monatstitel    ist    übrigens    (nur)    eine Ausstellung          für     Camping!     Das     Wirtschaftswunder     hatte begonnen.
Oktober Wiedereröffung der Spielbank. Glücks-Spiel!    Kaum    zu    glauben,    oder?    Nicht    die    Weltkriege ließen   den   Spielbetrieb   so   lange   pausieren,   nein es   war   die   preußische   Regierung.   Nach   Annexion des    Herzogtums    Hessen-Nassau    durch    Preußen 1866    und    mit    Inkrafttreten    eines    Gesetzes    des Norddeutschen      Bundes      zur      Schließung      der Spielbetriebe     im     selben     Jahr,     gewährte     man Wiesbaden    eine    Übergangsfrist    bis    1872.    Dann war      Schluss      mit      dem      Spielbetrieb      -      und Wiesbaden     hatte     eine     Attraktion     und     eine Einnahmequelle        weniger.        Denn        an        die Einnahmen   hatte   man   sich   gerne   gewöhnt   und für     eine     Weltkurstadt     gehörte     ein     Casino     ja ohnehin   einfach   dazu.   In   diesem   Zusammenhang ist    vielleicht    der    Umstand    von    Bedeutung,    dass Otto   von   Bismarck   1834   als   Referendar   ein   kleines Vermögen     in     Wiesbaden     verspielt     hat.     Der Vollständigkeit       halber:       Die       Nazi-Herrschaft erlaubte     1933     das     Glücksspiel     wieder,     doch Wiesbaden erhielt keine Konzession. In   dieser   Einführung   stecken   bereits   alle   Aspekte, Sehnsüchte   und   Begehrlichkeiten,   die   sich   um   das Glücks-Spiel    ranken.    Ohne    Glücks-Spiel    wären Kunst,   Literatur,   Malerei   und   Film   um   ein   wichtiges, da     menschliches     Thema,     ärmer     -     und     das Gemeinwesen   auch.   Der   Mensch   jedoch   ist   um eine      Anfechtung      reicher.      Mit      einem      Wort: Faszination!    Folgen    Sie    den    Exkursen    in    unseren Alltag, Kunst und Wissenschaft. Es   begann   in   Wiesbaden   am   31.01.1771:   Joseph Negrell   erhielt   die   Konzession   für   das   Hasardspiel. “Hazard”,      ein      altenglisches      Würfelspiel,      war zunächst    das    angesagte    Würfel-Glücksspiel    des 17.    und    18.    Jahrhunderts.    Der    Name    “Hazard” stammt   von   dem   arabischen   “yasara”   für   würfeln und    bedeutet    Risiko,    Wagnis    oder    Zufall,    das französische          “Hasard”          terminiert          ohne Umschweife    “Zufall”    als    Bedeutung.    Denn    ein (reines)   Glücks-Spiel   ist   per   Definition   ein   Spiel,   auf dessen   Ausgang   der   Spieler   keinerlei   Einfluss   hat. Damit    sind    wir    bei    dem    ersten    Wort,    das    im allgemeinen    Sprachgebrauch    zu    finden    ist:    ein Hasardeur.    Es    bezeichnet    einen    Menschen,    der abenteuerlustig    ist,    ja    das    Glück    herausfordert. Der    Versuch,    den    Zufall    zu    überlisten,    rief    die Wahrscheinlichkeitsberechnung   auf   den   Plan.   Ein früher       Vertreter       war       Galileo       Galilei,       als Geburtsstunde   können   im   17.   Jhd.   die   Arbeiten von   Blaise   Pascal   oder   Pierre   de   Fermat   gesehen werden.     Die     Pacht     von     1771     i.H.v.     200     fl. (Florint/Gulden)     wurden     für     das     Waisenhaus, Hospital und die Gerichtskasse verwendet. Es   gab   keinen   festen   Ort   für   das   Spiel,   der   Pächter Negrell   zog   mit   seinem   mobilen   Spieltisch   in   den vornehmen     Hotels     und     Cafés     umher.     Später kamen    das    u.a.    das    Pharaospiel,    ein    Karten- Glücksspiel,   hinzu.   Pharao/Phara/Pharaon   war   im Europa   des   17.   und   18.   Jhd.   das   beliebteste   und verbreiteteste   Karten-Glücksspiel.   Wir   nehmen   es zum   Anlass,   jetzt   in   Literatur,   Musiktheater   und   Film einzusteigen:   Das   Spiel   findet   sich   in   Werken   u.a. von   Casanova   und   ET.A.   Hofmann   sowie   Opern wie    Pique    Dame,    Hoffmann´s    Erzählungen    und Manon.    Emigranten    brachten    das    Spiel    nach Amerika,     wo     es     unter     dem     Namen     “Faro” besonders   im   Wilden   Westen   Menschen   fesselte. Das   zeigt   sich   in   Puccinis   Oper   “La   Fanciulla   del West”    und    -    aktueller    -    in    Stanley    Kubricks    Film “Barry   Lyndon”.   Auch,   wenn   Pharao   kaum   noch gespielt   wird,   sind   uns   einige   Ansagen   aus   dem Spielverlauf   heute   als   Redewendungen   vertraut: “Paroli   bieten”   oder   “va   banque   spielen”.   1782 kam    das    Roulette    Spiel    nach    Wiesbaden,    dazu “Trente     et     quarante”,     ein     Karten-Glücksspiel, welches     1867     in     Dostojewski´s     Roman     “Der Spieler”   Erwähnung   findet.   Diese   Geschichte   muss einem     Wiesbadener     kaum     gesagt     werden     - machen   wir   es   also   kurz:   Fjodor   Dostojewski   weilte in   Wiesbaden,   verspielte   seinen   Vorschuss,   musste rasch   liefern,   schrieb   in   24   Tagen   den   Roman   “Der Spieler”,   verliebte   sich   in   die   Stenografin,   große Liebe   mit   Heirat.   Wiesbaden   kann   fast   sicher   sein, mit   der   fiktive   Stadt   “Roulettenburg”   gemeint   zu sein.       Immerhin       konnte       Dostojewski       seiner Spielsucht     zehn     Jahre     später     in     Wiesbaden überwinden. Gibt      es      einen      James-Bond-Film      ohne      eine Roulette-Szene?   Fallen   Ihnen   nicht   auch   aus   dem Stand   fünf   Filme   oder   Romane   ein,   in   denen   es um    Glücks-Spiel,    sei    es    Roulette    oder    Karten, geht?       Glücksspiel-Schulden       konnten/können nicht    gerichtlich    eingeklagt    werden,    daher    der Begriff   “Spielschulden   sind   Ehrenschulden”.   So   ließ sich    leicht    eine    Wendung    in    der    Dramaturgie durch    Duell,    Freitod    oder    Auswanderung    etc. herbeiführen:     Große     Lieben     blieben     unerfüllt, Ehen    bestanden    fort,    Karrieren    endeten    oder begannen... Mit   dem   Bau   des   “Alten   Kurhauses”   1810   konnte das      Glücks-Spiel      ein      stationäres      und      der Bedeutung      für      Mensch      und      Welt-Kurstadt angemessenes   Ambiente   finden.   Zugleich   wollte man    mit    Monopol    und    Kontrolle    der    Spielsucht begegnen,   eine   Gefahr,   die   man   durchaus   früh gesehen   hat;   aber   natürlich   ebenso   umfassend Überblick   und   Zugriff   auf   die   Einnahmen   erlangen. Es   folgten   gute   Jahre   -   insbesondere   zum   Wohle der   Stadt.   Brachte   die   Pacht   doch   anfangs   schon 11.000   fl./Jahr   ein,   betrug   bis   1865   der   Reingewinn im   Durchschnitt   565.126   fl.   im   Jahr.   2016   lag   der Bruttospielbetrag   bei   31   Millionen   Euro/Jahr   und damit     an     vierter     Stelle     der     bundesdeutschen Spielbanken,    80%    davon    gehen    an    Stadt    und Land.    Am    29.10.1948    wurde    die    Spielbank    im Foyer    des    Staatstheaters    wieder-eröffnet,    1955 übersiedelte    sie    ins    Kurhaus,    zunächst    in    den Christian-Zais-Saal,      1984      in      den      ehemaligen Weinsaal.    Es    war    kein    Wieder-Einzug:    Denn    der Spielbetrieb      wurde      1872      im      Alten      Kurhaus beendet.     Gleichwohl     gilt     ihr     Ruf,     reicht     ihre Geschichte   -   begründet   auf   die   Spanne   von   101 Jahren,    nämlich    von    1771    bis    1872.    In    der    Zeit      nach   ihrer   Wiedereröffnung   -   und   nach   78   Jahren Pause! - gelang es       der       Spielbank       Wiesbaden       ihren       Ruf zurückzuerobern und auszubauen. Nicht      zuletzt      wegen      der      unvergleichlichen Atmosphäre des Hauses sowie des Genius loci.
Dezember    Die Brunnen vor dem Kurhaus.                      Immer im Bild - nie erwähnt. Erbaut     wurden     die     beiden     Kaskaden-Brunnen 1856   von   einem   Sohn   der   Stadt.   Theodor   Goetz (1806-1885)   studierte   Architektur   in   München   und wurde     Oberbaurat     in     Wiesbaden.     Von     ihm stammen   auch   das   “Paulinenschlößchen”   und   die “Englische   Kirche”.   Die   Brunnen   waren   nahezu   ein “Abfallprodukt”     des     sogenannten     “Fontänen- Projekts”.    Christian    Zais,    der    Erbauer    des    “Alten Kurhauses”,    wollte    zu    dem    Kurhaus    (wir    denken Rückseite)    eine    Fontäne    errichten.    Die    Abfolge verschiedenster    Umstände    wie    Feldzüge    gegen Napoleon,      optimistische      Berechnungen      des Wasserdrucks,   der   Tod   Zais,   die   (Neu)-Gestaltung des    Kurhaus-Weihers    ließen    die    Errichtung    der Fontäne    bis    1855    währen.    Das    Wasser    kam    aus einem     Reservoir     auf     der     Schönen     Aussicht, welches            zur            Wasserversorgung            des Paulinenschlößchens   (s.o.!)   angelegt   worden   war -     und     reichte     für     das     Betreiben     der     beiden wunderschönen   dreischaligen   Kaskaden-Brunnen, sodaß deren Installation 1856 erfolgen konnte. Außerdem   ging   es   darum,   diesen   so   prominenten Platz    optisch    und    à    la    mode    zu    etwas    mehr Üppigkeit     zu     verhelfen.     Der     schlichte,     doch großzügig   wirkende,   Rasen   verschwand,   opulente Blumenrabatte   und   kleine   Wege   wurden   um   die beiden   Brunnen   angelegt.   Die   aktuelle   Begrünung entspricht   wieder   mehr   dem   alten   Vorbild.   Und   es steht   zu   vermuten,   dass   unsere   beiden   Kaskaden- Brunnen   der   Patin   Fontäne   in   Sachen   Fotomotiv und     Wiedererkennungswert     längst     den     Rang abgelaufen haben.
Alle Bilder: Stadtarchiv Wiesbaden. Dankeschön!
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