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Format 42 cm breit, 62 cm hoch Blattanzahl 12 Monatsblätter und Titelblatt Bonus plus 4 zusätzlichen Blättern mit Geschichten und weiteren Bildern Farbe farbig Kalendarium für 2019 in deutscher Sprache mit bundes- deutschen und hessischen Feiertagen Verarbeitung 200g-Papier, matt gestrichen Wire-O-Bindung in weiss mit festem, weissem Rückwand-Karton, einzeln verpackt Preis   36,00 € inkl. MwSt Verkaufsstellen bei den “6-Richtigen”, dem Zusammen- schluss  inhabergeführter Buchhandlungen in Wiesbaden. Sowie in der Goldgasse und in Bierstadt und Niedernhausen.
Die Wirtschaftsgeschichte Wiesbadens in historischer Reklame. Jeder Monat ein Bild. Jedes Bild eine Geschichte.
Kommen Sie gut ins Neue Jahr!
Was   hat   Wiesbaden   so   bekannt   gemacht?   Welches   Bild   hatte   die Welt     von     Wiesbaden.     Unwillkürlich     fällt     zunächst     das     Wort „Weltkurstadt“. Zu Recht aber auch zu wenig. Begriffe   wie   „Albert   Slag“   oder   „Dyckerhoff   weiss“   waren   weltweit Synonyme   für   Erfindungen   aus   Biebrich   und   Amöneburg.   Schauen Sie   auf   das   ESWE-Streckennetz   lesen   Sie   viele   Haltestellen-Namen, die   die   Wirtschaft   in      den   Rhein-Orten   (und   damit   letztendlich   in     Wiesbaden)    entscheidend    geprägt    haben:    Kalle,    Albert,    Glyco, Ruthof,   Dyckerhoff.   Dazu   gesellen   sich   Henkell,   Dallmann,   Wirgin, Adox, CTW-Uhren und auch der Fagott-Bauer Heckel. Den   ältesten   Musikverlag   der   Welt   Breitkopf&härtel   hat   der   Zweite Weltkrieg   nach   Wiesbaden   verschlagen   -   und   er   ist   hier   geblieben. Wir    lernen    das    Unternehmen    kennen,    dass    unseren    Arbeitsalltag entscheidend   mit-gestaltet.   Und   natürlich   dürfen   Hepa-Kaffe   und die berühmten Ananastörtchen von Kunder nicht fehlen. All   diesen   Namen   begegnen   Sie   in   historischer   Reklame.   Da   werden Erinnerungen   aus   dem   Arbeitsalltag   und   aus   Kindheitstagen   wach! Und zu jedem Bild gibt es einen Abriss der Firmengeschichte.
Theodor-Fontane-Kalender-2019-Pietsch Wiesbaden-Kalender 2019 Kalender-2019-Wiesbaden Kalender-Bierstadt-2019
Bildernachweise: Die Urheberrechte für Bildmaterial, Wort/Bildmarke der einzenen Monate und in den Begleittexteln iegen bei: Titel - Stadtarchiv Wiesbaden I Januar - Breitkopf&Härtel KG I Februar Holtz Office Support GmbH I März - Wilhelm Heckel GmbH I April - Federal Mogul Wiesbaden GmbH I Mai - Ruthof - Museum Castellum”-Gesellschaft für Heimatgeschichte Kastel e.V. - Dyckerhoff (Monatstitel) und Fahrkarte - Stadtarchiv Wiesbaden I Juni - Monatstitel-Christina Baum, Logo-Wikipedia I Juli - Wirgin:Logo- Wikipedia, Abbildungen-Stadtarchiv Wiesbaden - Adox: Logo-Wikipedia, Abbildung-Stadtarchiv Wiesbaden - Wagner: Logo-Wikipedia, Abbildung, Fotos-Stadtarchiv Wiesbaden I August - Hepa GmbH I September - Fritz Kunder GmbH I Oktober - Henkell & Co. Sektkellerei KG I November Christina Baum (Monatstitel), Logo und Bilder im Text-Dallmann & Co Fabrik pharm. Präparate GmbH I Dezember - Monatstitel-Stadtarchiv Wiesbaden, Logo (Text)-Wikipedia
Kalender Wiesbaden 2019-Wirtschaftsgeschichte  Wiesbaden-Kalender2019-Wirtschaftsgeschichte Wiesbaden-Kalender2019 Wiesbaden-Kalender2019 Kalender-Wiesbaden-2019-Glyco Wiesbaden-Kalender2019-Hepa Wiesbaden-Kalender2019 Wiesbaden-Kalender2019-Historische Reklame Wiesbaden-Kalender2019 Wiesbaden-Kalender-2019-Heckel-Fagott Wiesbaden-Kalender 2019-Dallmann Kalender-Wiesbaden 2019-Henkell Wiesbaden-Kalender-2019-Kunder Wiesbaden-Kalender-2019 Wiesbaden-Kalender 2019-Breitkopf Wiesbaden-Kalender2019-Wirtschaftsgeschichte
Januar: Breitkopf&Härtel - Der älteste Musikverlag der Welt ...ja,   der   sitzt   in   Wiesbaden   und   ist   ein   Kulturgut   im   Sinne   der   Haager   Konvention.   Gegründet   wurde   er   am   27. Januar   1719   von   Christoph   Bernhard   Breitkopf,   1732   erwarb   Breitkopf   als   Verlagssitz   den   baufälligen   Gasthof ”Goldener   Bär”   in   Leipzig,   der   Bär   des   Gasthofschildes   ziert   noch   heute   das   Firmensignet.   1798   trat   Gottfried Christoph Härtel als Sozius in den Verlag ein. Die   Geschichte   von   Breitkopf&Härtel   ist   zugleich   das   Brennglas   für   300   Jahre   europäische   Musikgeschichte. Von   J.S.   Bach,   Haydn,   Telemann   über   Mendelssohn   Bartholdy,   Schumann,   Brahms,   Chopin,   Wagner   bis   hin   zu Sibelius   -   alle   gingen   sie   in   dem   Goldenen   Bären   (Bild   unten   links-zu   sehen   auf   der   Kalenderseite)   und   ab   1854 dem   Neubau   im   Graphischen   Viertel   Leipzigs   (2.   Bild   unten   von   links)   ein   und   aus.   Zwischen   den   beiden Weltkriegen   beschäftigte   der   Verlag   rd.   1.000   Mitarbeiter   und   unterhielt   Büros   in   Brüssel,   London   sowie   New York   (Bild   links).   Mit   Volksausgaben,   Gesamtausgaben   und   Standard-Bibliotheken,   die   auch   heute   noch verlegt werden, setzte er weltweit Referenzen. Wie   kam   Breitkopf&Härtel   nach   Wiesbaden?   Am   24.April   1945   wurde   Leipzig   von   der   U.S.   Army   besetzt.   Doch war   nach   der   Konferenz   in   Jalta   klar,   dass   Leipzig   Teil   der   sowjetischen   Besatzungszone   werden   würde.   Halten wir   uns   vor   Augen,   dass   in   Leipzig   vor   Ausbruch   des   2.   Weltkrieges   rd.   300   Verlage   ansässig   waren.   Durch Bombenangriffe    wurde    das    Verlegerviertel    und    damit    die    Produktionsstätten    nahezu    vernichtet.    Die Amerikanern    hatten    eine    Liste    parat,    auf    welcher    die    Verlage    verzeichnet    waren,    die    sich    nicht    vom Nationalsozialismus     hatten     vereinnahmen     lassen.     Brockhaus,     G.     Thieme,     dem     Inselverlag     und     der Dieterich´schen   Verlagsbuchhandlung   boten   die   Amerikaner   also   an,   sehr   kurzfristig   ihre   Zelte   in   Leipzig abzubrechen   und   in   Wiesbaden   neu   anzufangen,   Breitkopf&Härtel   konnte   eine   Woche   später   mit   dem damaligen   Gesellschafter   Hellmuth   von   Hase   folgen.   Mit   im   LKW   saß   u.a.   seine   Tochter   Lieselotte,   spätere Sievers,   eine   Nachfahrin   G.C.   Härtels   und   bis   2016   in   der   Geschäftsführung.   Die   Verlage   wurden   im   heutigen Pariser   Hof   und   im   Verlagshaus   in   der   Langgasse   untergebracht.   Auf   den   beiden   Bildern   unten   rechts   sehen wir   die   Spiegelgasse   Nr.   9   und   zwei   “Breitkopf-Damen”,   umgeben   von   unzähligen   Noten   -   und   der   geblümten Tapete   des   ehemaligen   Hotels.   Geblieben   ist   “nur”   Breitkopf&Härtel.   Andere   Verlage   zogen   weiter   oder wurden   fusioniert.   Breitkopf&Härtel-Leipzig   wurde   enteignet   und   als   VEB   Breitkopf&Härtel   weitergeführt.   Der Kontakt    zwischen    den    beiden    Standorten    riss    jedoch    nie    ab.    1991    konnte    die    Rückübertragung    erwirkt werden.     2015     überantwortete     Sievers     dem     Leipziger     Nick     Pfefferkorn     die     Geschäfte.     Neben     dem Wiesbadener   Firmensitz   in   der   Walkmühlstraße   gibt   es   seit   2017   auch   wieder   ein   Büro   in   Leipzig.   So   schließt   sich der Kreis. Mit Sebastian Mohr ist ein Nachfahre Härtels gegenwärtig in der Geschäftsführung vertreten. Und   heute?    Breitkopf&Härtel   lebt   300   Jahre   Musikgeschichte   -   und   belebt   diesen   Schatz   immer   wieder   neu (Breitkopf   Urtext).   Zugleich   kümmert   man   sich   um   den   Nachwuchs   mit   Breitkopf   Pädagogik.   Und   schreibt weiter   Musikgeschichte   mit   dem   verlegen   moderner   und   zeitgenössischer   Komponisten.   Sollten   irgendwann einmal   Außerirdische   das   Musikgeschehen   des   Planeten   Erde   erkunden,   werden   sie   auf   Breitkopf&Härtel stoßen. Sie   haben   das   Gründungsdatum   registriert?    Breitkopf&Härtel   schmückt   den   Januar   wegen   seines   300-jährigen Jubiläums   am   27.   Januar.   Also,   trinken   Sie   ein   Glas   auf   den   Verlag,   spielen   Sie   Ihr   Lieblingsmusikstück   (alles geht!) zu seinen Ehren oder kommen Sie einfach am 26.Januar 2019 ins Kurhaus und feiern Sie mit. Informationen zur Veranstaltung und Kartenverkauf: Tourist-Information Wiesbaden
Wiesbaden-kalender 2019-Wirtschaftsgeschichte
Mai: Schiffe der Ruthof-Werft: auf Flüssen der Welt zuhause. Der   zweite   Haltepunkt   in   unserem   Liniennetz   -   immer   am   Rhein   entlang bis    nach    Kastel    -    oder    weiter    bis    nach    Kostheim.    Denn    dort    wurde Christof     Ruthof     geboren,     bevor     der     1872     nach     seiner     Lehre     als Schiffsbauer in Mainz seine eigene Werft in Kastel gründete.  Zunächst   baute   man   Holzschiffe,   1884   ging   mit   der   “Lorelei   II”,   einer Fähre   zwischen   St.   Goar   und      St.   Goarshausen,    das   erste   Stahlschiff   vom Stapel.    Mit    Erweiterungen    1878    und    1895    trug    man    dem    Fortschritt Rechnung    und    baute    eine    Maschinenfabrik    (rechts    oben    im    Bild-i(zu sehen   auf   der   Kalenderseite),   die   eigene   Kolbendampfmaschinen   für Schrauben-   und   Radantrieb   produzierte.   1895   fertigte   man   das   erste Dampfschiff     für    die    Reederei    Stachelhaus    &    Buchloh,    Duisburg.    1982 erhielt   Ruthof   einen   Großauftrag   aus   Serbien   und   Ungarn   (gesamt   22 Schleppschiffe),    was    eine    Werftanlage    in    Regensburg    an    der    Donau erforderlich   machte,   die   1916   sogar   noch   erweitert   wurde,   auch,   weil die    Schifffahrtsgesellschaft    Bayerischer    Lloyd    die    ersten    motorisierten Tankschiffe    der    europäischen    Binnenschifffahrt     in    Auftrag    gab.    1920 beschäftige    Ruthof    800    Mitarbeiter    und    hatte    60    Schiffe    vom    Stapel gelassen.     Zu     diesem     Zeitpunkt     übernahm     Josef     Ruthof,     ebenfalls Schiffbaumeister,   die   Leitung   der   Werft.   1929   konnte   das   Schiff   Nummer 1.000 fertiggestellt werden. Halten   wir   hier   kurz   inne:   1.000   Schiffe   in   in   57   Jahren.    Das   sind   17,24 Schiffe     pro     Jahr.     Unglaublich,     oder?     Ruthof´s     mussten     eine     gute Mannschaft   gehabt   haben,   denn   die   Aufträge   wollen   ja   herangezogen werden,     wobei     der     gute     Leumund     Ruthofs     die     Sache     sicherlich erleichterte. Doch der kommt ja auch nicht von ungefähr. Die   einzelnen   Modelle   und   bahnbrechenden   Neuheiten   aufzuzählen, würde   zu   weit   führen.   Kurz   gesagt,   die   Ruthof-Schiffe   fuhren   auf   dem Schwarzen   Meer   und   dem   Asowschen   Meer   bis   zur   Krim,   einige   waren hochseetauglich   für   Nordsee-Küstengewässer,   sie   verkehrten   auf   nahezu allen   mittel-   und   osteuropäischen   Flüssen   und   Binnengewässern   und   auf dem      Nil,      die      ungarische      Regierung      bekam      eine      Staatsjacht, Schifffahrtsgesellschaften    bestellten    en    block    20-30    Schiffe.    Das    ging auch   nach   dem   zweiten   Weltkrieg   weiter.   Aus   Wrackteilen   baute   Ruthof 1953   die   “Goethe”,   1955   zwei   Schubschlepper   für   den   Inlandverkehr   in Burma   (seit   1989   Myamar),   1960   das   erste   Rhein-Kreuzfahrt-Schiff   für   die “KD”, 1962 das Nil-Kreuzfahrtschiff “Osrirs”. Der   allgemeine   Niedergang   der   deutschen   Schifffahrtsindustrie   machte aber   auch   vor   Ruthof   trotz   aller   Kontakte   und   Kooperations-Versuche nicht   Halt.   Mit   der   Fertigstellung   zweier   Boote   für   Ghana   ging   1975   das letzte Schiff in Ruthof-Werft vom Stapel. Bis   1965   blieb   Ruthof   ein   Familienunternehmen.   Auf   Josef   Ruthof   folgte sein   Neffe   Adolf   Hummel,   der   bis   1961   in   der   Geschäftsleitung   war.   Ab 1948     waren     zeitweise     bis     zu     zehn     Familienmitglieder     in     die     nun entstandene GmbH involviert. ...und,   wenn   Sie   einmal   nach   Mannheim   kommen:   dort   liegt   die   “Mainz” aus     dem     Jahre     1929     als     Museumsschiff     “DS     Mannheim”,     ein Seitenraddampfer.     Aber     einfacher     und     mindestens!     so     spannend anzuschauen   ist   das   Museum   Castellum/Heimatmuseum   Kastel   in   der Reduit, wo auch die Fahne des Monatsbildes hängt.
Titel und Dezember: Kein Haus, kein Haushalt ohne Kalle - und Biebrich auch nicht. Die   letzte   Station   im   Liniennetzplan   aus   dem   April:   Die   “Chemische   Werke   Kalle   &   Co”,   später   “Kalle   &   Co   AG” - gegründet 1863. Kochen   wir   heute   Marmelade,   füllen   wir   die   bunten   Fruchtschätze   in   Twist-Off-Gläser.   Aber   erinnern   Sie   sich noch an die Abdeckung, die Ihre Mutter/Großmutter verwendet hat? Durchsichtige    schimmernde    Blätter    wurden    für    die    Glasöffnung    zurechtgeschnitten,    manchmal    noch    in Alkohol getunkt, sorgsam über den Deckelrand gelegt und mit einen Gummi fixiert. Und   das   hielt   bis   die   Gläser   einzeln   freigegeben   wurden.   Man   konnte   jedes   Glas   verwenden   und   dies   war günstiger   als   viele   Weck-Gläser   zu   nutzen;   diese   wurden   für   höheren   Aufgaben   vorgehalten.   Diese   “Wunder- Folie”   war   aber   empfindlich   gegen   Wasserdampf,   weshalb   man   die   Marmelade   erst   abkühlen   lies.   Noch heute   trennen   sich   Marmeladekocher   in   zwei   Lager:   gleich   verschließen   oder   erst   kalt   werden   lassen.   Das könnte   die   Ursache   sein.   Der   Name   dieser   geheimnisvollen   Folie   ist   Cellophan ”:   eigentlich   der   Marken-Name von   Kalle,   wurde   er   rasch   ein   Synonym   für   transparente   Schutzhüllen.   Damit   wären   wir   beim   ersten   Produkt aus    dem    Hause    Kalle,    das    Menschen    seit    Mitte    der    1920er    im    Haushalt    und    Handwerk    begleitet    hat. “Cellophan”    und    “Plastik”    sind    im    Übrigen    zwei    völlig    unterschiedliche    Produkte:    Das    Erstere    wird    aus nachwachsenden   Rohstoffen   (Holz   und   Cellulose),   Plastik   aus   fossilen   Rohstoffen   hergestellt.   Machen   Sie   den “Knister-Test”: Cellophan-Folie knistert, wenn man sie zusammenschiebt. Hochwertige Erzeugnisse wie z.B.
Pralinen werden in Cellophan verpackt, auch Geschenkfolie ist aus Cellophan. 1928   entwickelte   sich   daraus   die   Wursthülle   “Nalo” ,   dass   ist   diese   transparente,   nahtlose   Schutzhaut,   die   eine   (ganze)   Wurst   umschließt.   Ebenfalls   auf Cellulose-Basis   entwickelte   Kalle   das   Schwammtuch   “Wettex” .   Dies   sind   die   beiden   Produkte,   die   auch   heute   noch   als   Marktführer   weltweit   von   der     “Kalle   GmbH”   produziert   und   verkauft   werden.   Kommen   wir   zum   Glutolin-Männchen ”   auf   dem   Titel:   Ab   dem   Jahre   1925   begann   Kalle   mit   der Produktion   von   Leim   und   Kleister.   Weitere   Namen   sind   Glutofix ”   sowie   das   Cellophan-Klebeband   oder   das   Nadir-Klebeband ”,   schon   mit   diesem Abroller/Abreisser,   den   wir   heute   Alle   kennen.   1923   entwickelte   man   Lichtpauspapiere    für   Foto   und   Film.   Ach   ja,   ab   1885   war   Kalle   auch   in   die Produktion   von   synthetischen   Pharmazeutika   eingestiegen.   Hier   ist   Bioferrin ”,   ein   Mittel   gegen   Blutarmut   -   unter   diesem   Namen   auch   heute   noch (bei   anderen   Anbietern)   erhältlich   -,   zu   nennen.   Auch   Jodol ”   zur   Desinfektion   oder   Antifebrin ”,   ein   fiebersenkendes   Mittel,   waren   in   der   deutschen Hausapotheke zu finden. Diese   breite   Produktpalette   half   Kalle   in   all   den   Zeiten   als   Unternehmen   zu   überleben.   Begonnen   hatte   es   1863   eigentlich   mit   der   Produktion   von Farben    -   und   drei   Mitarbeitern.   1925   wurde   die   Farbenentwicklung-   und   produktion   in   die   (Farbwerke)   Höchst   AG   “ausgegründet.   Durch   den “Cellulose-Zweig”   konnte   Kalle   eigenständig   und   weiter   erfolgreich   sein.   Von   1952-1972   wieder   vereint,   ging   Kalle   1972   -   mit   rd.   8000   Mitarbeitern!   - endgültig   an   die   “(Farbwerke)   Höchst   AG”   über,   die   die   Fusion   mit   den   benachbarten   “Chem.   Werke   Albert”   sowie   den   Personalabbau   veranlasst hat.   Die   Zweige   der   Wursthülle   “Nalo”   und   “Cellulose”   wurden   getrennt   veräußert.   Auf   dem   ehemaligen   Firmengelände   befindet   sich   nun   der “Kalle-Albert-Industriepark”. Familienmitglieder   von   Kalle   waren   in   Wiesbaden   respektive   Biebrich   gesellschaftlich,   politisch,   demokratisch   und   sozial   engagierte   Bürger   -   und gute   Unternehmer.   Paul   Wilhelm   Kalle   (+1838,   †1919),   Gründer   der   “Chem.   Werke   Kalle”,   war   der   Chemiker   und   Erfinder.   Um   1900   besaß   Kalle   98 Patente,   160   Warenzeichen,   exportierte   90%   seiner   Waren   ins   Ausland,   was   sich   in   eigenen   Verkaufshäusern   in   New   York,   Moskau   oder   Warschau manifestierte,   und   beschäftigte   rd.   1300   Arbeiter   und   Angestellte.   P.   Kalle   war   zudem   in   der   Stadt-   und   Landespolitik   tätig.   Sein   Bruder   Friedrich   Kalle (*1871,    †    1915),    der    kaufmännische    Leiter    der    Werke,    legte    u.a.    den    Grundstein    für    eine    Betriebskrankenkasse    (1884),    richtete    eine    eigene “Sparkasse”   für   die   Beschäftigten   ein   und   führte   Arbeitnehmerrechte   in   Bezug   auf   Mitsprache   und   Mitwirkung   bei   betrieblichen   Angelegenheiten ein.   Er   übernahm   verschiedene   Funktionen   in   Politik   und   Verbänden   und   setzte   dort   sein   soziales   und   arbeitsrechtliches   Wirken   fort.   Volksbildung   war für   ihn   der   Schlüssel   zur   Lösung   der   “socialen   Frage”,   in   Wiesbaden   initiierte   er   u.a.   die   Schul-Gesundheitsversorgung,   ein   Modell,   das   heute   noch Anwendung   findet.   Wilhelm   Jakob   Ferdinand   Kalle   (+1870,   †1954)   wirkte   nach   der   Übernahmen   durch   IG   Farben   innerhalb   dieses   Konzerns   für   Kalle weiter.   Auch   er   engagierte   sich   für   die   Stadtpolitik,   was   damals   noch   “Biebrich-Politik”   war,   denn   Biebrich   war   eine   eigene   Stadt   und   kam   erst   1926 zu    Wiesbaden.    Man    hat    den    Eindruck,    dass    eine    exponierte    unternehmerische    Position    und    “Global-Player-Dasein”    mit    persönlichem, gesellschaftlichem,   demokratischem   und   sozialem   Engagement   und   Sinn   für   das   Gemeinwesen   miteinander   vereinbar   sind.   Präsent   sind   Firma   und Familie   sicherlich   auch   wegen   des   Kalle-Freibades   zwischen   Biebrich   und   Schierstein,   das   1970   eröffnet   und   dessen   Bau   mit   einer   Spende   der   Firma Kalle   GmbH   unterstützt   wurde.   Bei   all   der   Verbundenheit   zu   Biebrich,   Wiesbaden   und   Nassau   hätte   das   den   drei   Kalle-Herren   und   deren   Frauen sicherlich   gefallen.   Der   Ruf   von   Kalle   hallt   nach:   Kalle-Arbeiter   waren   stolz,   Kalle-Arbeiter   zu   sein;   es   gab   Biebricher   Familien,   in   welchen   von   jeder Generation   mindestens   ein   Familienmitglied   bei   Kalle   gearbeitet   hat.   Die   stückweise   Auflösung   dieser   Firma   war   ein   Ende   der   Biebricher   Arbeiter- und Industriekultur.
Übersicht 
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Was     hat     Wiesbaden     so     bekannt     gemacht? Welches     Bild     hatte     die     Welt     von     Wiesbaden. Unwillkürlich   fällt   zunächst   das   Wort   „Weltkurstadt“. Zu Recht aber auch zu wenig. Begriffe   wie   „Albert   Slag“   oder   „Dyckerhoff   weiss“ waren    weltweit    Synonyme    für    Erfindungen    aus Biebrich    und    Amöneburg.    Schauen    Sie    auf    das ESWE-Streckennetz     lesen     Sie     viele     Haltestellen- Namen,    die    die    Wirtschaft    in        den    Rhein-Orten (und       damit       letztendlich       in              Wiesbaden) entscheidend   geprägt   haben:   Kalle,   Albert,   Glyco, Ruthof,    Dyckerhoff.    Dazu    gesellen    sich    Henkell, Dallmann,   Wirgin,   Adox,   CTW-Uhren   und   auch   der Fagott-Bauer Heckel. Den   ältesten   Musikverlag   der   Welt   Breitkopf&härtel hat      der      Zweite      Weltkrieg      nach      Wiesbaden verschlagen   -   und   er   ist   hier   geblieben.   Wir   lernen das       Unternehmen       kennen,       dass       unseren Arbeitsalltag      entscheidend      mit-gestaltet.      Und natürlich    dürfen    Hepa-Kaffe    und    die    berühmten Ananastörtchen von Kunder nicht fehlen. All    diesen    Namen    begegnen    Sie    in    historischer Reklame.     Da     werden     Erinnerungen     aus     dem Arbeitsalltag   und   aus   Kindheitstagen   wach!   Und   zu jedem       Bild       gibt       es       einen       Abriss       der Firmengeschichte.
Bierstadt-Kalender-2019 Wiesbaden-Kalender 2019 Kalender Wiesbaden 2019 Kalender-Wiesbaden-2019-Heckel Fagott Kalender Wiesbaden 2019 Wiesbaden-Kalender 2019-Breitkopf wiesbaden-kalender 2019 Kalender Wiesbaden 2019 Wiesbaden-Kalender2019-Wirtschaftsgeschichte Kalender-Wiesbaden-2019-Wirtschaftsgeschichte Wiesbaden-Kalender 2019-Glyco Wiesbaden-Kalender2019-Historische Reklame Wirtschaftsgeschichte Wiesbaden-Kalender2019 Historische Reklame- Wiesbaden-Kalender2019 Kalender-Wiesbaden-2019-Kunder Wiesbaden-Kalender2019-Wirtschaftsgeschichte Wiesbaden-Kalender2019-Hepa Wiesbaden-Kalender2019 Kalender 2019-Wiesbaden-Dallmann Wiesbaden-Kalender-2019-Henkell
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Bildernachweise: Die Urheberrechte für Bildmaterial, Wort/Bildmarke der einzenen Monate und in den Begleittexteln iegen bei: Titel - Stadtarchiv Wiesbaden I Januar - Breitkopf&Härtel KG I Februar Holtz Office Support GmbH I März - Wilhelm Heckel GmbH I April - Federal Mogul Wiesbaden GmbH I Mai - Ruthof - Museum Castellum”-Gesellschaft für Heimatgeschichte Kastel e.V. - Dyckerhoff (Monatstitel) und Fahrkarte - Stadtarchiv Wiesbaden I Juni - Monatstitel-Christina Baum, Logo-Wikipedia I Juli - Wirgin:Logo-Wikipedia, Abbildungen-Stadtarchiv Wiesbaden - Adox: Logo-Wikipedia, Abbildung-Stadtarchiv Wiesbaden - Wagner: Logo-Wikipedia, Abbildung, Fotos- Stadtarchiv Wiesbaden I August - Hepa GmbH I September - Fritz Kunder GmbH I Oktober - Henkell & Co. Sektkellerei KG I November Christina Baum (Monatstitel), Logo und Bilder im Text-Dallmann & Co Fabrik pharm. Präparate GmbH I Dezember - Monatstitel- Stadtarchiv Wiesbaden, Logo (Text)-Wikipedia